Das Kreuz, der Weltjugendtag und die Malteser
Gekommen, um das Kreuz zu bewegen Seit dem ersten Weltjugendtag 1984 gibt es das Weltjugendtagskreuz: 3,80 m hoch, 1,75 m breit und 31 kg schwer. Ein Geschenk von Johannes Paul II. an die Jugend der Welt. Fast überall ist das schlichte Holzkreuz schon gewesen: in Paris, New York, Toronto, sogar auf den Müllbergen von Manila stand es schon. Seit dem 4. April 2004 ist es unterwegs durch Deutschland: auf dem „Pilgerweg der Versöhnung“ - als Vorbote zum Weltjugendtag 2005 in Köln. Mobil macht das Kreuz der Malteser Hilfsdienst. 80 ehrenamtliche Fahrer haben es mit einem Spezialbus ein Jahr von Station zu Station transportiert: zu Kirchen und Schulhöfen, Marktplätzen und Diskotheken, Gedenkstätten und Andachtsorten. Viele Menschen wollten wissen, was es bedeutet: kreuzbewegt das Kreuz zu bewegen. 60.000 Straßenkilometer hat das Kreuz inzwischen hinter sich. Unfallfrei - trotz schlechter Straßenverhältnisse durch Schneefall, Glatteis und Nebel. Für alle Fahrer steht fest: "Es ist etwas Besonderes, dieses Kreuz zu transportieren: Es bringt einen Segen für die Menschen dieses Landes."
Gekommen, um das Kreuz zu begleiten Die Malteser Jugend begleitet das Kreuz seit einem Jahr: tragend und betend. Zur geistlichen Vorbereitung auf den Weltjugendtag hat sie die Impulsreihe "Begegnungen" gestartet: "Unsere Jugendlichen werden als Pilger, als Sanitäter und als Freiwillige an den Service-Points für Menschen mit Behinderung nach Köln kommen", sagt die Malteser Bundesjugendreferentin Dörte Schrömges. Insgesamt sind es 900 Mitglieder der Malteser Jugendt, die sich für den Weltjugendtag engagieren. So auch auf dem Theo-Burauen-Platz im Herzen der Kölner Altstadt unweit des Doms, wo die Malteser Jugend ein Begegnungszentrum "Take your chance! Behaviour in conflicts" organisiert. Weitere Informationen gibt es auf der Weltjugendtags-Website der Malteser Jugend.
Gekommen, um beim Weltjugendtag zu helfen Über 2.000 ehrenamtliche Helfer der Malteser und aller anderen Hilfsorganisationen kommen beim WJT zum Einsatz. Der Malteser Hilfsdienst ist federführend mit der sanitätsdienstlichen Versorgung bei den Veranstaltungen des WJT beauftragt. Wo immer einer der ca. 1 Mio. Pilger in Köln, Bonn, Düsseldorf oder auf dem Marienfeld an einer Veranstaltung teilnimmt, wird er mit der Hilfe der Malteser rechnen können. Schwerpunkt des Malteser Einsatzes ist das Marienfeld bei Frechen, wo am 21. August die Abschlussmesse mit dem Papst stattfindet. Hier wird es 40 stationäre und 5 mobile Unfallhilfsstellen (UHS) geben. Jede UHS ist ausgestattet mit 20 Fachkräften, darunter Ärzte, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und Helfer. Eine UHS steht bereit für 25.000 Pilger. Die Einsatzkräfte sind für eine optimale Erstversorgung bestens gerüstet. Eine enge Anbindung an den öffentlichen Rettungsdienst ist gewährleistet. Auch beim Einsatz der Einsatzeinheiten des Landes Nordrhein-Westfalen werden Malteser beteiligt sein.
Es ist, so Hilfsdienst-Präsident Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin "die größte logistische Herausforderung" seit der Gründung des Malteser Hilfsdienstes 1953. Zwei Drittel der Helfer werden als Sanitäter vor Ort tätig sein, die anderen Ehrenamtlichen arbeiten bei der Unterbringung und Verpflegung der Helfer mit oder übernehmen Boten- und Fahrdienste. Die Malteser seien auf alles vorbereitet, so Wilhelm Bischoff, Leiter des Malteser Einsatzstabes für den Weltjugendtag: "Hundertprozentige Sicherheit gibt es nie. Ich vertraue auf die gute Zusammenarbeit aller Sicherheits- und Rettungskräfte." Benedikt Liefländer, Einsatzleiter des Malteser Hilfsdienstes, zieht als Konsequenz aus dem Einsatz der Malteser bei den Trauerfeierlichkeiten für Johannes Paul II. in Rom: "Unser Plan für Köln, wie man Hunderttausende von Menschen auf engstem Raum sicher versorgt, ist dort in unserem Einsatzbereich bestätigt worden."
Gekommen, um als Malteser anzubeten Beten und helfen, das gehört für die Malteser von Anfang an zusammen: schon bei der Gründung des Malteser Ordens vor über 900 Jahren und auch bei der Gründung des Hilfsdienstes 1953. "Nur wer im Armen und Kranken Christus sieht, kann ihn angemessen versorgen", bringt Constantin von Brandenstein das soziale Ethos und das katholische Fundament der Malteser auf den Punkt.
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