Benedikt Liefländer

Fragen an Benedikt Liefländer, operativer Einsatzleiter der Malteser beim Weltjugendtag

Wie lässt sich das Konzept der Malteser für den Sanitätsdienst beim Weltjugendtag kurz zusammenfassen?
Liefländer: Im Einvernehmen mit dem Weltjugendtag und den Gefahrenabwehrbehörden haben wir so genannte Standard-Unfallhilfsstellen definiert, die wir für den Sanitätsdienst bei allen Veranstaltungen einsetzen – en bloc oder unterteilt in zwei oder drei Teilelemente.

Ist das Konzept aufgegangen?
Ja, das Konzept hat bisher funktioniert, weil es auch flexibel angelegt ist. So konnten wir beispielsweise an Verpflegungsstellen, wo sich viel mehr Pilger als erwartet versammelt haben, zusätzliche Sanitätsstationen einrichten.
 
Wo ist vor allem Flexibilität verlangt?
Im Moment haben wir die Situation, dass sich aufgrund des besseren Wetters und des doch sehr großen Zustroms in die Stadt mindestens halbtäglich neue Schwerpunkte herauskristallisieren. Das gilt besonders wenn der Papst nach Köln kommt und etwa Teile des Verkehrslenkungskonzepts erst im Tagesverlauf gestaltet werden können. Daraus ergeben sich teilweise neue Lagen, auf die sich vor allem auch die Einsatzkräfte einstellen müssen – mit neuen Dienstplänen, neuen Dienstwegen, neuen Einsatzplänen.

Am Donnerstag kommt der Papst – wofür müssen die Malteser besonders gerüstet sein?
Wir werden am Donnerstag in Köln nahezu alle Kräfte konzentrieren müssen. Nach der zusätzlichen Mobilisierung von vier Unfallhilfsstellen am Dienstag, werden wir am Donnerstag mit 19 UHS neben den mobilen und den First Respondern antreten. Damit sichern wir vor allem am Nachmittag die Strecke, die der Papst auf dem Rhein zurücklegt, an den Ufern ab.

Was ist die Empfehlung der Malteser an die Weltjugendtagsteilnehmer?
Sich nicht zu übernehmen, ausreichend zu trinken, zu essen und möglichst auch zu schlafen. Und Sonnenschutz in jeglicher Form, wenn es am Donnerstag sonnig wird.

 

Weltjugendtag 2005 > Konzentration der Kräfte für den Papstbesuch

 

Weltjugendtag 2005