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Nicht nur die aktuellen demographischen Veränderungen, sondern auch ein wachsendes Bewusstsein für den eigenen Körper und die eigene Fruchtbarkeit haben zu einer verstärkten Nachfrage nach mehr spezifischen Informationen zum Umgang mit der eigenen Fruchtbarkeit (Fertilitätsmanagement) und nach der Möglichkeit der Auseinandersetzung mit der individuellen Lebensperspektive geführt. Verschiedene äußere Faktoren, aber auch unterschiedliche Lebenskonzepte (späte Mutterschaft, verändertes weibliches Rollenverständnis, die globale ökonomische Situation, etc.) beeinflussen die Fertilität der Partner. In nahezu allen europäischen Ländern beraten heute Allgemeinmediziner bzw. Gynäkologen in Sachen Fruchtbarkeit und Fertilitätsmanagement. In der Regel geht es dabei mehr um spezifische Familienplanungsmethoden als um einen breiteren Ansatz, der Fruchtbarkeit und Familienplanung als Teil von Sexualität und gelebter Partnerschaft versteht. Diese Aspekte werden eher seltener diskutiert und eine Kommunikation innerhalb der Partnerschaft über diese Fragen findet in der Regel kaum statt. Internationale und nationale Studien zeigen, dass bis heute die Frauen meistens allein für die gemeinsame Fruchtbarkeit verantwortlich sind. Der Bedarf an Unterstützung durch den männlichen Partner bei der Frage des Umgangs mit der gemeinsamen Fruchtbarkeit ist groß. Im Mittelpunkt des von der EU im Rahmen des Sokrates Programms geförderten Projekts "Fertility Management Program" steht ein Kursangebot für Multiplikatoren aus dem Bereich der Erwachsenenbildung, die mit Paaren/Frauen und Männern zu Fragen der Lebens- und Familienplanung arbeiten. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Themenbereichen Fruchtbarkeit und Sexualität, Wahrnehmung von Fruchtbarkeit sowie Familienplanung und Lebensperspektive unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte. Grundlage der Ausbildung ist ein Handbuch für die Erwachsenenbildner und spezifische Materialien für die späteren Seminarteilnehmer in verschiedenen Sprachen (deutsch, englisch, spanisch, litauisch, russisch, französisch, holländisch, arabisch, etc.). Die an dem Projekt beteiligten Partnerorganisationen kommen aus Deutschland (Malteser Gesundheitsförderung und Prävention), Litauen (Theolog. Fakultät der Universität Kaunas), Spanien (Kath. Universität Pamplona), Österreich (Institut für Ehe und Familie Wien), Ungarn (Arbeitsgruppe NFP Ungarn), Belgien (NFP Vlaanderen) und den Niederlanden. Der erste Ausbildungskurs in dieser Reihe wird im Mai 2008 in Barcelona stattfinden. Mehr über das Projekt: www.fertilitymgt.eu Informationen E-Mail: gup@malteser.de |
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